Visualisierung aufgestocktes Gebäude in der Goerdelerstraße in Lohbrügge

Bauen

Neubauprojekte gab es 2025 aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen nur wenige. Stattdessen planen wir für das Bauen der Zukunft – nachhaltig, altersgerecht und sozial. Und wir entwickeln Strategien, um den Wohnraum in unseren Nachbarschaften sinnvoll zu erweitern.

Quartiere mit Zukunft

So bauen wir unsere Angebote aus.

In einer dicht bebauten Stadt wie Hamburg, gibt es wenig Raum für Neubauprojekte. Deshalb ist eine Nachverdichtung im Bestand oft die beste Option. Dabei geht es immer darum, unsere Quartiere besser zu machen – zum Beispiel durch zusätzliche Angebote für unsere Mitglieder und passenden Wohnraum, damit dort möglichst alle ein Leben lang zuhause sein können. Häufig sind dazu bauliche Ergänzungen nötig, etwa um neue Treffpunkte zu etablieren oder altersgerechte Wohnungen zu errichten.Dabei prüfen wir für jedes einzelne Quartier, was sinnvoll erscheint. Die Ergebnisse sind so individuell wie die Nachbarschaften. Mal können bestehende Gebäude anders genutzt werden, in anderen Fällen werden Neubauten geplant.

Foto aufgestocktes Gebäude in der Goerdelerstraße in Lohbrügge.

In der Goerdelerstraße in Lohbrügge wurde eine Aufstockung der Gebäude umgesetzt und 2025 fertiggestellt. In modularer Holzbauweise entstanden 24 neue Wohnungen, die inzwischen allesamt vermietet sind. Weil diese Maßnahme unsere Mitglieder im Quartier während der Bauzeit stark belastete, ist eine Aufstockung im bewohnten Bestand allerdings keine Option, die wir in dieser Form erneut umsetzen wollen.Das modulare Bauen hingegen konnte in diesem Projekt seine Vorzüge unter Beweis stellen und hat einen festen Platz in unseren Plänen für die Zukunft.

Einfach günstiger?

Wie der neue „Hamburg Standard“ das Bauen schneller und billiger machen soll, erklärt Holger Diesing, Leiter Neubau Projektentwicklung. Er verrät auch, welches unserer Bauvorhaben zu den Hamburger Pilotprojekten zählt.

Bauen mit Weitblick

Für die Zukunft sind nachhaltige Optionen gefragt.

Schon heute gibt es viele gute Ideen, um Wohnungsbauprojekte künftig ressourcenschonender und umweltverträglicher zu gestalten.

Dreifache Herausforderung

Nach dem Auslaufen der Erbbaurechte verlieren wir am Gojenberg historischen Wohnraum.

Im Oktober 1925 begann für neue Baugrundstücke auf dem Gojenberg das Erbbaurecht mit einer Laufzeit von 100 Jahren. Das ist ein langer Zeitraum, aber eben kein endloser. Im September 2025 lief das Erbbaurecht aus – und damit unser Eigentum an den zwölf Doppelhäusern, die dort im letzten Jahrhundert errichtet worden waren.
Zähe Verhandlungen mit der Stadt Hamburg, um eine Verlängerung zu erzielen und die Gebäude behalten zu können, blieben ohne Erfolg. Die Häuser stehen schon lange unter Denkmalschutz, notwenige Baumaßnahmen zum Erreichen der Klimaschutzziele sind deshalb besonders aufwändig und teuer. Wir haben alle Möglichkeiten sorgfältig geprüft und mit unseren Mitgliedern diskutiert. Unter den gegebenen Voraussetzungen gab es keine wirtschaftlich sinnvolle Lösung und wir mussten uns von unseren Wohngebäuden trennen – ein schmerzhafter Schritt. Unsere Mitglieder am Gojenberg sind nun Mieter der Stadt. Für uns bleibt die Frage unbeantwortet, wie Hamburg die Herausforderungen aus Denkmalschutz, Erbbaurecht und Klimaschutz ohne hohe wirtschaftliche Verluste lösen will.

Häuser Gojenbergsweg um 1930 Häuser Gojenbergsweg 2025