Headerbild Nachhaltigkeit

Nach­haltigkeit

Klimaneutral bis 2040 – das ist die neue Vorgabe der Stadt Hamburg, an der auch wir uns messen werden. Bereits seit vielen Jahren arbeiten wir daran, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase durch unseren Gebäudebestand zu reduzieren und als Genossenschaft unabhängiger von fossilen Energien zu werden.

Die Klimabilanz im Blick

Um die Menge an Emissionen zu verkleinern, investieren wir in Gebäude, Heizsysteme und eine nachhaltige Wärmeversorgung.

Der Hamburger Zukunftsentscheid hat die Klimaziele der Stadt auf ein neues Level gebracht: Statt wie zuvor geplant bis 2045 soll Hamburg nun fünf Jahre früher, also 2040, eine ausgeglichene CO2-Bilanz aufweisen.

≥ 180 Mio. Euro

Investitionen 2005 bis 2025

In den kommenden fünf Jahren sind weitere Investitionen in Höhe von rund 175 Mio. Euro geplant.

Doch die Wohnungswirtschaft ist insgesamt unter Zeitdruck, um die für die Klimaziele der Stadt erforderlichen Maßnahmen rechtzeitig umzusetzen. Das macht die Verfügbarkeit von Ressourcen nicht leichter. Auch bei unseren Projekten kam es 2025 zu einigen Verzögerungen, zum Beispiel aufgrund mangelnder Kapazitäten bei Dienstleistern. Ein Teil unser für das vergangene Jahr geplanten Investitionen verschiebt sich daher auf 2026 und die Folgejahre.

„Das Vorziehen der Klimaziele bedeutet für uns auch, dass wir die nötigen Investitionen in wesentlich kürzerer Zeit leisten müssen. Insgesamt werden wir in den kommenden Jahren also mehr Geld ausgeben als zuvor geplant.“

Markus Tanne
Vorstand Bergedorf-Bille

  • 46,0 Mio. Euro

    flossen 2025 in Instandhaltung und Modernisierung unserer Gebäude

  • 83 %

    beträgt der Anteil energetischer Baumaßnahmen am Budget der Großprojekte

  • + 38 %

    wuchsen die Investitionen in energetische Maßnahmen im Vergleich zum Vorjahr.

    Fit für die Zukunft

    Das Ziel ist klar: nachhaltige Quartiere

    Welche Maßnahmen den nächsten Schritt in Richtung Klimaneutralität darstellen, wird für jedes Gebäude und jede Nachbarschaft individuell geplant.

    Unser Klimafahrplan

    Tausende Daten für die detaillierte Abstimmung

    Alle erforderlichen Maßnahmen zu planen und ihre Finanzierung sicherzustellen ist eine Mammutaufgaben. Ohne eine solide Datenbasis geht es dabei nicht. Unser Fachbereich Technik setzt dabei auf Software, mit der tausende Daten zusammengestellt und analysiert werden können. Auf dieser Grundlage entstand ein Klimafahrplan, der zeigt, dass eine Klimaneutralität bis 2040 erreichbar ist, wenn die nötigen Kapazitäten und gleichbleibende Förderprogramme zur Verfügung stehen.

    Grafik

    Technische Instandhaltung und Modernisierungen

    2025 Mio. Euro

    2024 Mio. Euro

    Modernisierung Küche / Bad
    3,82 2,87
    Wärmedämmung Dach / Fassade / Keller
    1,48 1,83
    Erneuerung / Instandhaltung von Heizungsanlagen
    0,57 1,83
    Erneuerung von Fenstern / Türen
    0,36 0,64
    Dachsanierung
    0,00 0,17
    Aufzugserneuerung/-instandhaltung
    0,00 0,04
    Fassaden- / Balkonsanierung
    0,13 0,03
    Instandhaltung von Außenanlagen / Spielplätzen
    1,03 0,06
    Sanierung Stellplatzanlagen / Garagen
    0,31 0,04
    Technische Gebäudeausstattung
    4,55 2,83
    Laufende Instandhaltung inkl. Material
    10,28 9,56
    Sonstiges (incl. Versicherungsschäden)
    0,85 0,88
    Zwischensumme
    23,38 20,78
    Reparaturleistungen eigener Handwerker
    2,58 2,10
    Summe
    25,96 22,88
    energetische Baumaßnahmen (Aufwand)
    2,41 4,30
    energetische Baumaßnahmen (Aktivierung)
    20,31 12,20
    Summe
    22,72 16,50
    Anteil in % von der Gesamtinvestition
    49 % 47 %

    zusätzliche "aktivierte" Investitionen

    2025 Mio. Euro

    2024 Mio. Euro

    Energetische Voll-Modernisierungen
    15,32 8,55
    Heizungsanlagen / Nahwärmenetze
    4,61 3,59
    Erneuerung von Außenanlagen / Spielplätzen
    0,45 0,70
    Elektro-Ladestationen
    0,29 0,44
    Ausbau Glasfasernetz
    0,35 0,06
    Photovoltaikanlagen
    0,38 0,06
    Technische Gebäudeausstattung
    1,22 0,74
    Summe
    22,62 14,14
    Gesamtinvestitionen im Bestand (ohne eigene Reparaturleistungen)
    46,00 34,92
    Steigerung
    31,7% -10,0%

    Kilowatt vom Dach

    In Zukunft sorgt Sonnenschein für Mieterstrom

    Photovoltaik-Anlagen finden sich heute auf vielen Gebäudedächern – auch bei der Bergedorf-Bille. Sie sammeln Energie aus der Kraft der Sonne, die zur Stromerzeugung oder zum Heizen verwendet werden kann. 2025 haben wir eine Ausschreibung gestartet, um einen Partner für den nachhaltigen Bau und Betrieb solcher Anlagen zu suchen. Unsere Auswahl fiel auf Green Planet Energy (kurz GPE) aus Hamburg, Deutschlands größte Energiegenossenschaft. Im Rahmen unserer Zusammenarbeit wird GPE den gewonnenen Strom unseren Mitgliedern zu günstigen Konditionen anbieten.

    Foto Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Gebäudes im Wiesnerring

    Erneuerbare Wärme

    Klimaneutrale Quartiere heizen ohne fossile Brennstoffe

    Nicht erst seit dem Zukunftsentscheid steht fest, dass unsere Heizsysteme in Zukunft ohne fossile Brennstoffe auskommen müssen.

    Mix Energieträger

    49 Prozent

    der Heizwärme unserer Gebäude wird aktuell durch Gas erzeugt.

    Die Dämmung unserer Gebäude ist zwar ein wichtiger erster Schritt, um weniger Heizenergie zu verbrauchen, solche Maßnahmen reichen aber nicht, um eine Klimaneutralität zu erreichen. Dafür muss die Energie aus Quellen stammen, die regenerativ sind, sich also immer wieder erneuern. Genug Alternativen zu Öl oder Gas sind längt verfügbar.

    • Wärmepumpen nutzen Umgebungswärme aus der Umwelt und macht sie nutzbar.

    • Geothermie erschließt die Wärme tieferliegender Erdschichten und leitet sie in Gebäude.

    • Solarthermie Sonnenkollektoren auf dem Dach sammeln Energie zum Heizen.

    • Biomasse-Heizung erzeugt Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holzpellets.

    • Biogas zum Heizen wird aus organischen Abfällen oder Energiepflanzen erzeugt.

    • Industrielle Abwärme von Fabriken oder Rechenzentren wird in Wohngebäude eingespeist.

    • Fernwärme aus erneuerbaren Quellen wird an Gebäude geleitet, die an ein fossilfrei gespeistes Netz angeschlossen sind.

      „Die Abkehr von klimaschädlichen Brennstoffen bringt neben der besseren Umweltbilanz weitere Vorteile: Sie macht uns unabhängiger von immer teurer werdenden fossilen Energien, über die wir nicht selbst verfügen. Alternativen zu Öl oder Gas sind längt nutzbar.“

      Marko Lohmann
      Vorstandsvorsitzender Bergedorf-Bille

      Auf dem Weg zur Schwammstadt

      So passen wir uns an den Klimawandel an.

      Grünflächen oder blühende Wiesen machen unsere Nachbarschaften schöner. Aber sie leisten noch viel mehr. Das veränderte Klima macht es nötig, dass wir uns in unserer Stadt auf Hitzeperioden, Trockenheit oder extreme Niederschläge einstellen. Dabei hilft die Idee der „Schwammstadt“: Weniger versiegelte Flächen können in Parks, Beeten und Grünstreifen Wasser besser speichern als zugepflasterte Bereiche. So kommt es zu weniger Überschwemmungen. Bei Hitze kann das Wasser aus dem Boden verdunsten und dabei die Luft kühlen.

      Auch in unserem Quartieren planen wir deshalb zum Abschluss jeder Baumaßnahme die Außenanlagen neu. Wir legen Versickerungsflächen für Regenwasser an, wählen Pflanzen aus, die mit dem veränderten Klima zurechtkommen und lassen Blühflächen entstehen, die die Artenvielfalt fördern. Für einige solcher 2025 geplanter Projekte haben wir Fördermitteln für die Umsetzung in diesem Jahr erhalten. Unsere Mitglieder sind herzlich eingeladen, sich an der Planung in ihren Quartieren zu beteiligen und eigenen Ideen einzubringen und umzusetzen.

      Im Dünenweg wird auf dem Nachbarschaftsacker gegärtnert

      Mit Billie im Quartier

      Seit 2023 summt Hummel Billie als Maskottchen durch Grünflächen und Mietergärten. Und sie hat noch mehr vor!

      In den kommenden Monaten wird Billie zu gemeinsamen Aktionen einladen – zum Beispiel um Insektenhotels zu bauen. Weitere Informationen und Termine finden Sie auf unserer Website.

      llustration der Hummel Billie – Maskottchen der Bergedorf-Bille