Foto Glasfaserkabel in der Erde

Wohnen

Rund 64 Hektar– so viel wie 90 Fußballfelder: Das ist die Gesamtfläche unseres Wohnungsbestands. Bewohnt werden die Flächen von unseren Mitgliedern, die traditionell langfristig in den Quartieren der Genossenschaft leben möchten.

9.758
Wohnungen

74
Gewerbeflächen

3.748
Garagen- und Stellplätze

610
Neuvermietungen

Wohnraum, dringend gesucht

Die Zahl der eingehenden Wohnungsgesuche steigt Jahr für Jahr.

Mehr als 10.000 Anfragen erreichten unsere Genossenschaft im Jahr 2025. Ein Großteil der Menschen ist zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht Mitglied der Bergedorf-Bille. Diesen immensen Bedarf können wir bei weitem nicht decken. Die Fluktuation ist weiter gesunken und lag 2025 bei 5,8 Prozent. Deshalb gab es lediglich 586 Neuvermietungen im Bestand. Durch die Aufstockung unserer Häuser in der Goerdelerstraße konnten zusätzlich 24 Neubauwohnungen vermietet werden. Sollte es für zu vermietenden Wohnraum keinen Bedarf seitens unserer Mitglieder geben, erhalten andere Bewerberinnen und Bewerber die Gelegenheit, einen Mietvertrag abzuschließen und der Genossenschaft als Mitglieder beizutreten.
Die Neuvermietung unserer Wohnungen erfolgt zu:

Abbildung Kreisdiagramm Neuvermietung

Gemeinsam bezahlbar wohnen

Für mehr als die Hälfte unserer Wohnungen liegt das Nutzungsentgelt noch immer unter 8 Euro.

Steigende Kosten führten auch 2025 dazu, dass unsere Mieten moderat gestiegen sind. Das durchschnittliche Grundnutzungsentgelt in unserem Wohnungsbestand betrug zum Jahresende 8,03 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Das entspricht einer Steigerung von 1,9 Prozent. Insgesamt liegt der Wert unter dem Mittelwert des Hamburger Mietenspiegels mit einer Netto-Kaltmiete von 9,94 Euro pro Quadratmeter.
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen werden auch für die kommenden Jahren Steigerungen der Nutzungsentgelte erwartet.

Abbildung Infografik Preisentwicklung Abbildung Infografik Entwicklung Nutzungsentgelte Abbildung Infografik Nutzungsentgelte im Bestand

Lebenslang im Quartier

Menschen in allen Lebensphasen ein Zuhause in vertrauter Nachbarschaft zu ermöglichen, ist unser Ziel.

Bergedorf-Bille-Mitglied Hilde Gohdes in jungen Jahren sowie als 100-Jährige in ihrer Wohnung

Hilde Gohdes wohnt seit 72 Jahren in ein und derselben Wohnung. Sie feierte 2025 ihren 100. Geburtstag.

Unsere jüngsten Bewohner haben gerade erst das Licht der Welt erblickt, die ältesten schauen bereits auf ein langes und bewegtes Leben zurück. Wie schaffen wir es, dass Jung und Alt im direkten Umfeld alles finden, was sie für ihren Alltag brauchen? Diese Frage ist entscheidend für die Quartiersentwicklung, denn das lebenslange Wohnen in unseren Nachbarschaften besser zu machen, ist in unseren Werten verankert. Wir nehmen dazu auch die Angebote in den Quartieren unter die Lupe: Gibt es genug Treffpunkte – für Kinder, Jugendliche oder Senioren? Gibt es barrierearme oder barrierefreie Gebäude? Gibt es Wohnformen für Menschen mit Betreuungsbedarf oder ambulante Services, die unsere Mitglieder in Anspruch nehmen könnten? Und dann prüfen wir, welche Ergänzungen wir als Genossenschaft ermöglichen können.

Im Video erklärt Sabine Brahms aus unserem Bereich „QuartierMitWirkung“ mehr darüber.

Wohnen für Jung und Alt

Auch das Thema Mehrgenerationenwohnen soll bei uns – auf Wunsch der Mitglieder – zukünftig stärker gefördert werden. Denn Menschen verschiedener Altersstufen können in Nachbarschaften voneinander profitieren: durch gegenseitige Unterstützung im Alltag, gemeinsame Aktivitäten oder schlicht den generationenübergreifenden Erfahrungsaustausch. Konzepte wie etwa das Projekt LeNa – Lebendige Nachbarschaft – der SAGA zeigen, wie dadurch Inklusion und Integration leichter gelingen und der soziale Zusammenhalt im Quartier wächst. Schon heute ermöglichen die Treffpunkte unserer Genossenschaft einen generationenübergreifenden Austausch, zudem gibt es Hilfsangebote und Möglichkeiten der Alltagsunterstützung. In manchen älteren Wohnanlagen müssen aber zunächst die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden, die kurze Wege und barrierefreies Wohnen ermöglichen. Bereits geplant sind solche Veränderungen in den Quartieren Wiesnering und Bergedorf-West.

Zeichnung des neu geplanten Quartiers Bergedorf-West

Gemeinsam feiern

Um einander besser kennenzulernen und auch Hinzugezogene im Quartier willkommen zu heißen, braucht es Gelegenheiten zum Austausch. Dazu bieten sich nicht nur Veranstaltungen in den Treffpunkten an. Auch bei Nachbarschaftsfesten lässt sich entspannt bei Kaffee, Kuchen oder Würstchen zusammen plaudern, mehr übereinander erfahren oder gemeinsame Interessen ausloten. Um das genossenschaftliche Miteinander zu stärken, hilft die Bergedorf-Bille bei Festen zum Beispiel mit Partyequipment und fördert die Umsetzung ab 2026 sogar mit einem Zuschuss von 5 Euro pro teilnehmender Person.

Fiber To The Home

Glasfaserleitungen sollen schon bald für schnelles Internet sorgen

Homeoffice mit Videokonferenzen, Online-Spiele oder das Streamen von Filmen und Serien: All das erfordert Leitungen, die störungsfrei große Datenmengen transportieren können. Deshalb bauen wir ein eigenes Glasfasernetz, um unseren Mitgliedern zukunftsfähige und schnelle Internetanschlüsse anbieten zu können. Zusammen mit unserem Umsetzungspartner PŸUR begann der Glasfaserausbau im Herbst 2025. Bis zum Jahreswechsel waren bereits die ersten 400 Wohnungen angeschlossen. Für den kompletten Ausbau, der bis Anfang 2028 abgeschlossen sein soll, investieren wir insgesamt rund 8 Mio. Euro.

Vertreter der Bergedorf-Bille und dem Glasfaser-Partner PŸUR beim Spatenstich

Leitungen für die Zukunft

Glasfaser versus Kupferkabel: Ein Vergleich.

Um Daten in höchster Geschwindigkeit zu transportieren, braucht es sehr schnelle Leitungen. Die alten Kupferkabel können da nicht mehr mithalten, sie werden durch Glasfaserleitungen ersetzt. Die bestehen tatsächlich aus Glas, genauer gesagt: aus superdünnen Strängen aus Glas oder bestimmten Kunststoffen. Durch diese Leitungen werden die Daten in Form von Licht transportiert – in Lichtgeschwindigkeit! Das macht einen riesigen Unterschied zu Kupferkabeln, denn durch die fließen die Daten als Strom und kommen dabei deutlich langsamer voran.